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Sass / SCSS
Sass und SCSS erklärt: vom Quelltext zu CSS | scinet
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Verständlich erklärt
Sass ist eine Sprache zur Vorbereitung von CSS. Du schreibst Regeln mit zusätzlichen Möglichkeiten, etwa Variablen, Mixins und Modulen. Ein Compiler übersetzt diesen Quelltext anschließend in CSS, das der Browser verwenden kann.
SCSS ist die CSS-nahe Schreibweise von Sass mit geschweiften Klammern und Semikolons. Daneben gibt es die eingerückte Sass-Syntax. Wenn jemand von einer SCSS-Datei spricht, ist damit also keine weitere Bibliothek gemeint. Es ist eine Datei, die vor der Auslieferung verarbeitet wird.
Was die zusätzliche Verarbeitung bringt
Stell dir vor, mehrere Komponenten brauchen dieselbe Berechnung für Abstände. Mit Sass kannst du gemeinsame Logik in Funktionen oder Mixins ausdrücken. Module helfen dabei, diese Regeln über Dateien hinweg zu organisieren.
Verschachtelung kann zusammengehörige Selektoren übersichtlicher machen. Zu tiefe Verschachtelung erzeugt allerdings schwer verständliche Abhängigkeiten. Ich würde die ausgegebene CSS-Datei deshalb gelegentlich mit ansehen. Ein kurzer Quelltext bedeutet nicht automatisch eine kleine oder gut wartbare Ausgabe.
Auf einen Blick
Warum @use und @forward wichtig sind
@use lädt ein Sass-Modul und stellt dessen öffentliche Variablen, Funktionen und Mixins normalerweise unter einem Namensraum bereit. Das macht die Herkunft von Werten im Code deutlicher. @forward reicht öffentliche Bestandteile eines Moduls über eine andere Datei weiter. Es kann damit einen gemeinsamen Einstieg für mehrere Dateien bilden.
Beim Umstieg eines älteren Projekts reicht es nicht, alle Schlüsselwörter blind auszutauschen. Prüfe Modulpfade, Konfiguration und Stellen, die bisher globale Variablen erwartet haben. Eine funktionierende Beispielkomponente ist ein guter erster Test, bevor du die gesamte Gestaltung umstellst.
Sass oder CSS-Variablen?
Die beiden Werkzeuge wirken zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Eine Sass-Variable wird beim Übersetzen verarbeitet. Eine CSS-Variable bleibt in der CSS-Datei und wird im Browser aufgelöst. Deshalb eignen sich CSS-Variablen etwa für lokale Theme-Werte, die je nach Bereich unterschiedlich sein sollen.
Du kannst beide kombinieren: Sass organisiert die Erstellung der Styles, CSS-Variablen tragen ausgewählte Werte in die laufende Oberfläche. Für eine kleine Website mit wenigen Regeln kann normales CSS aber bereits ausreichen. Entscheidend ist, ob die zusätzliche Build-Stufe eine konkrete Aufgabe leichter macht und später zuverlässig gepflegt werden kann.
Passend dazu: CSS-Variablen · Bulma · Bootstrap 6 Alpha im Vergleich.
Codebeispiel aus der Praxis
Eine Variable vor der Übersetzung
Eigenes SCSS-Beispiel. Im erzeugten CSS steht beim Innenabstand der Wert 1.5rem; die Sass-Variable wird dafür aufgelöst.
$karten-abstand: 1.5rem;
.angebot {
padding: $karten-abstand;
border: 1px solid #ccc;
}
Quellen und weiterführende Informationen
- Dokumentation Sass Basics Sass · Geprüft
- Dokumentation @use Sass · Geprüft
- Dokumentation @forward Sass · Geprüft
- Dokumentation Variables Sass · Geprüft