WordPress vs. Webflow – Welches System passt besser zu deinem Projekt?
VeröffentlichtKategorie: Wordpress
Veröffentlicht am 08.06.2025
In der Webentwicklung begegnet mir oft dieselbe Frage: "Soll ich meine Website mit WordPress oder Webflow umsetzen?" Beide Systeme haben ihre Berechtigung – aber sie verfolgen grundverschiedene Ansätze. Und ehrlich gesagt: Die Wahl hat große Auswirkungen auf spätere Anpassungen, SEO, Erweiterbarkeit und deine technische Freiheit.
In diesem Beitrag zeige ich dir, worin die Unterschiede liegen, was beide Systeme können – und für wen welches System wirklich geeignet ist.
Technologie und Systemfreiheit: Wie viel Kontrolle brauchst du?
WordPress ist ein Open-Source-System – du kannst es auf jedem Hosting installieren, hast Zugriff auf Dateien und Datenbank, und kannst alles bis ins Detail anpassen. Ich arbeite z. B. mit dem deutschen Anbieter all-inkl.com – zuverlässig, DSGVO-konform und preislich fair. Darüber hinaus kann ich eigene Plugins entwickeln und so exakt die Funktionen umsetzen, die für ein Projekt wirklich gebraucht werden – ohne Einschränkungen durch das System.
Webflow dagegen ist ein geschlossenes System – du arbeitest in einer cloudbasierten Oberfläche und bist auf Webflows Hosting angewiesen. Ein kompletter Export deiner Seite ist nur eingeschränkt möglich. Das Hosting läuft ausschließlich über Webflows eigene Infrastruktur auf Amazon-Web-Services-Servern in den USA. Eine Migration auf europäische Server – etwa die geplante „AWS European Sovereign Cloud“ in Deutschland – ist bislang nicht umgesetzt oder offiziell angekündigt.
Hinweis zur Vollständigkeit: Es gibt auch wordpress.com – ein kommerzieller Dienst von Automattic. Damit lässt sich WordPress ebenfalls ohne eigenes Hosting nutzen, ähnlich wie ein Baukastensystem. Allerdings sind viele Funktionen nur mit teuren Tarifen freigeschaltet. Das „echte“ WordPress, wie ich es verwende, bekommst du über wordpress.org.
Der direkte Vergleich: WordPress vs. Webflow
| Bereich | WordPress | Webflow |
|---|---|---|
| Art | Open-Source-CMS | Webbasierter visueller Editor (SaaS) |
| Hosting | Selbst wählbar (z. B. all-inkl.com) | Hosting nur über Webflow |
| Zugang | Datei-/Datenbank-Zugriff möglich | Kein direkter Server-/Dateizugriff |
| Systemfreiheit | Voll flexibel – PHP, JS, eigene Plugins | Stark eingeschränkt auf Webflow-Umgebung |
| Offline-Arbeit | Möglich | Nein |
| Deployment | Manuell oder automatisiert möglich | Nur über Webflow-Publishing |
| Editor | Klassischer oder Gutenberg | Visueller Drag&Drop-Editor |
| Design-Freiheit | Hoch, aber oft technischer | Sehr hoch, visuell & direkt |
| Themes/Templates | Riesige Auswahl | Eher limitiert |
| Responsives Design | Abhängig vom Theme | Standardmäßig integriert |
| Code-Zugriff | Voll möglich | Nicht möglich (außer HTML/CSS-Export) |
| Plugins/Addons | Über 60.000 verfügbar | Kaum Erweiterungen |
| Shopsysteme | WooCommerce | Eingeschränkt mit Webflow E-Commerce |
| Mehrsprachigkeit | WPML, Polylang | Nur über Workarounds |
| Blogsystem | Stark (ursprünglich für Blogs gebaut) | Integriert, aber begrenzt |
| SEO-Features | Sehr gut (mit Plugins wie RankMath) | Solide, aber eingeschränkt |
| Benutzerverwaltung | Sehr granular | Kaum vorhanden |
| Systemkosten | Kostenlos (Open Source) | Monatlich im Abo-Modell |
| Laufende Kosten | Nur Hosting nötig (z. B. 5–10 € mtl.) | Ab 14–23 $/Monat je nach Plan |
Für wen ist was geeignet?
| Zielgruppe | Empfehlung |
|---|---|
| Entwickler:innen | WordPress (volle Kontrolle, skalierbar) |
| Designer:innen ohne Codekenntnisse | Webflow (visuell und intuitiv) |
| SEO-Fokus | WordPress (maximale Optimierung) |
| Schnellstart oder Prototypen | Webflow (schneller Aufbau) |
| Agenturen mit Langzeitprojekten | WordPress (erweiterbar, wartbar) |
Mein Fazit
WordPress ist die bessere Wahl, wenn du langfristig unabhängig arbeiten willst, eigene Funktionen brauchst oder SEO ein großes Thema für dich ist. Es ist mächtig, flexibel und entwicklerfreundlich.
Webflow glänzt mit schneller Umsetzung und visuellem Design – solange du keine komplexen Anforderungen hast. Für schlichte Seiten ohne Sonderfunktionen ist es ein schönes Werkzeug.
Aber klar gesagt:
👉 Für echte Webprojekte mit SEO, Individualität und Zukunftssicherheit ist WordPress das solidere Fundament.
Du brauchst Hilfe bei der Wahl des richtigen Systems?
Ich berate dich ehrlich und technisch fundiert. Ob Webflow reicht – oder WordPress doch besser passt.
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Denise Hollstein – Webdesign, Entwicklung & Online-Sichtbarkeit in Augsburg
Seit 2011 selbstständig. Ich entwickle individuelle Websites mit sauberer Technik, klarer Struktur und messbarer Sichtbarkeit – ohne Baukastensysteme.